Hufrehe Therapie Aspekte

Aspekte der Therapie bei akuter Hufrehe

Hufrehe

Da eine sofort einsetzende und insbesondere erfolgreiche Therapie über Leben oder Tod unseres Rehepferdes entscheidet, möchte ich aus meiner Sicht heraus einige Therapie Aspekte ansprechen…

Ich habe den Eindruck, dass die Notwendigkeit sofort zu handeln nicht wirklich verstanden wird. Viele Pferdemenschen hadern mit der Entscheidung, überhaupt etwas zu tun. In der Praxis sieht das so aus, dass Tage lang im Internet recherchiert wird, die unterschiedlichsten Foren und Seiten besucht werden, Rundummails an Menschen gesandt werden, die sich zum Teil nicht im Entferntesten mit der Erkrankung Hufrehe beschäftigen und auskennen, nur eines fehlt: DAS HANDELN!

Gerade das Handeln des Pferdebesitzers entscheidet jedoch über das Schicksal des Pferdes, denn es ist lebensnotwendig, die Entzündung so schnell es nur irgend geht, zum Erliegen kommen zu lassen. Nur wenn die Entzündungsprozesse im Huf selbst mit all ihren weiteren Auswirkungen wie Durchblutungsstörungen, Absterben von Gewebe, Blutgerinnungsstörungen, Zerstörung der Lamellenschicht usw. schnellstmöglich zum Stoppen gebracht werden, hat das Pferd überhaupt eine Chance Hufrehe ohne weitere Komplikationen und ohne schwerwiegende Folgen zu überstehen. Dieser Fakt kommt mir entscheidend zu kurz bei den Menschen. Wenn ich meine, es ist bereits kurz vor zwölf, meinen viele Pferdehalter noch wochenlang Zeit zu haben, die Hufrehe überhaupt erst einmal ernsthaft anzugehen. So kann das nicht funktionieren, jedenfalls nicht wirklich gut funktionieren für Euer Pferd!

Ist der akute Hufreheschub sichtbar, müsst Ihr kurz überlegen, kurz abwägen, Euch kurz mit den unterschiedlichen Behandlungsmethoden befassen, Euch schnell entscheiden, wem und welcher Behandlungsmethode Ihr vertraut und dann gibt es nur noch eines: LOSLEGEN!
Ganz wichtig ist hierbei, einem Menschen zu vertrauen, nämlich dem, dem Ihr die Therapie Eures Pferdes in die Hände legt! Dieses bedingt zwangsläufig, dass Ihr nicht gefühlte 100 Leute nach ihrer Meinung und Therapie befragt, denn: Ihr werdet auch 100 Antworten erhalten. Und dann? Wem wollt Ihr dann noch vertrauen, wem glauben, wer sagt das Richtige?

Daher: einem Menschen vertrauen und nicht parallel nach rechts und links gucken bzw. gucken vielleicht schon, aber mehr jedenfalls nicht! Das verwirrt Euch nur und bringt Euch gar nichts!

Warum sage ich das?

Weil ich täglich die oben genannten Erfahrungen mache und ehrlich gesagt nervt es enorm, wenn ich mir Arme und Beine ausreiße, um dem von Hufrehe betroffenem Pferd schnellstmöglich helfen zu können und Ihr dann mit mir diskutiert, wer denn alles etwas anderes gesagt und dass der oder auch der das aber ganz anders sieht und warum ich das denn jetzt so sehe? Gut, wenn ich dann überzeugen kann, schlecht, wenn mein Gegenüber eigentlich gar nichts machen möchte und diese Diskussion nur angezettelt hat, um überhaupt nicht handeln zu müssen, weil ja alles so verwirrend ist.. und ich dann höre: also ich überlege mir das alles noch einmal und spreche auch noch einmal mit dem und dem… Wem ist damit jetzt geholfen? Eurem Pferd? Nein, ganz sicher nicht!

Hufrehe ist immer ein Notfall, Hufrehe ist immer eiligst zu therapieren und Hufrehe ist immer lebensbedrohlich!

Daher: wenn die Hufrehe erst einmal da ist, ist keine Zeit mehr zur Diskussion, dann muss gehandelt werden und zwar schnell!
Besonders schlimm finde ich diese „Zweifler“, wenn das Pferd bereits seit Monaten Hufrehe hat, seit Monaten nicht mehr laufen kann und seit Monaten entsetzliche Schmerzen hat. Genau diesen Fall hatten wir heute im Tierheilkundezentrum. Nach 30 Minuten Überzeugungsarbeit kam die Antwort: „Na, ich schau da noch mal ins Internet, das ist mir jetzt erst mal alles zu teuer!“

Hallo? Worum geht es hier, um ein Lebewesen oder um ein Stück Brot? Am liebsten hätte ich hier eine Rechnung für 30 Minuten Beratung geschrieben, aber nein: die ist ja kostenlos und wird als „Diskussionsgrundlage“ gerne mitgenommen. Aber auch diese kostet, nämlich meine Zeit!

Manche Dinge müssen einfach mal laut gesagt werden, denn das oben Geschriebene ist heute schon völlig normal geworden, traurig, aber wahr!

Gut, das haben wir geklärt, jetzt zur Hufrehe Therapie…

Wie gesagt, Priorität hat, die Entzündung zum Stoppen zu bringen. Bewiesen ist, dass das Kühlen der Hufe relativ viel bringt, daher: Hufe kühlen, Hufe kühlen, Hufe kühlen…
Dies geht entweder mit dem Wasserschlauch oder mit dem „Hufe in Eimer oder Bach stellen“ (soweit praktizierbar, meist wohl eher nicht..) oder auch mit Angussverbänden, die jedoch nicht länger als 24 Stunden drauf bleiben sollten, da sonst der Huf zu viel Feuchtigkeit aufnimmt und dadurch noch viel empfindlicher gegenüber den äußerlichen Reizen wird.

In diesem akuten Stadium kann man an den Hufen selbst eigentlich noch gar keine Maßnahmen vornehmen, da die Pferde die Hufe nicht geben können vor lauter Schmerz. Daher würde ich lokale Maßnahmen erst einmal zurückstellen wollen. Auch hier gibt es jedoch Ausnahmen, diese sind aber wirklich ganz individuell und daher grundsätzlich von den jeweiligen Haltungsmöglichkeiten und vom Zustand der Hufe und des Pferdes selbst abhängig. Ausnahmen wären beispielsweise eine weiche Polsterung unter der Sohle anzubringen. Dies erleichtert die Sache oftmals ungemein, da die Polsterung den Pferden einfach gut tut und den Schmerz zumindest ein wenig nimmt, weil der Stand weich statt hart ist. Wie gesagt, ob eine Polsterung wirklich Sinn macht, würde ich jedoch generell vom Einzelfall abhängig machen (wenn das Rehepferd beispielsweise eh auf weichen Gummimatten steht, erübrigt sich die Polsterung beispielsweise..)!

Innerlich behandeln, dies hat jetzt erst einmal Vorrang vor allem anderen!

Zu überlegen ist, wie am Besten…

Ich bin zwar keine Ökotante, schwebe auch nicht in anderen Welten und verteufele auch ganz sicher nicht die Veterinärmedizin, die wirklich ihre Berechtigung hat und in ganz vielen Bereichen wirksam, super gut und hilfreich ist. Es gibt auch ganz tolle engagierte und fachlich sehr kompetente Tierärzte und Tierärztinnen, keine Frage, jedoch habe ich diese Erfahrung (leider..) noch nie bei Hufrehe gemacht. Aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich die nächste Station bin, wenn die Therapie der Hufrehe in der Veterinärmedizin versagt hat. Und ganz sicher liegt es auch daran, dass kaum Therapiemöglichkeiten der Veterinärmedizin bei Hufrehe zur Verfügung stehen und die einzigen – gängigen – leider allzu oft versagen.

Aber, wie auch immer, ein Freund von NSAID bin ich tatsächlich nicht (Schmerzmittel/Entzündungshemmer), daher würde ich diese nur dann einsetzen, wenn alle anderen Maßnahmen versagt haben. Seit 2002 – spätestens – ist erwiesen, dass NSAID die lokalen Geschehnisse bei Hufrehe im Huf fördern. Eingesetzt werden sie trotzdem regelmäßig, und zwar, als Schmerz und entzündungshemmendes Mittel. Die Tatsache, dass aber die (ja wirklich verheerend werden könnenden Geschehnisse im Huf..) gefördert werden, beispielsweise die Blutgerinnungsstörungen, würde mich davon abhalten, diese bei Hufrehe einzusetzen. Schmerz hin, Schmerz her, gerade bei Hufrehe hat er oft seine Berechtigung. Hilft alles nichts, dann kann man NSAID als letzten Versuch guten Gewissens starten, denn eine andere Möglichkeit hat man dann ja nicht mehr. Bevor jedoch nicht alle weiteren Möglichkeiten ausgeschöpft sind, würde ich sie nicht bei meinen Pferden einsetzen (lassen.. sind ja verschreibungspflichtig..).

Sinn macht es meiner Ansicht nach, denn auch hier wird kontrovers diskutiert, der eine Tierarzt vertritt die Meinung, der Einsatz hilft, ein anderer die Meinung, sie wären nutzlos, Blutverdünner einzusetzen. Blutverdünnende Mittel gibt es sowohl in synthetischer (Aspirin, Heparin) sowie auch in natürlicher Form.

Nun bin ich ja Tierheilpraktikerin und therapiere daher auch die Hufrehe homöopathisch und phytotherapeutisch. Hier werden jetzt viele aufschreien nach dem Motto: so eine ernste Erkrankung kann man doch nicht mit der Naturheilkunde angehen…

Doch: das geht und sogar wirklich richtig gut!

Warum genau das so ist, wer weiß das schon? Auf jeden Fall bin ich der allerfestesten Überzeugung, dass die Naturheilkunde bei Hufrehe die erfolgversprechendste Therapieform schlechthin darstellt. Nicht, dass Ihr jetzt meint, ich will Euch etwas verkaufen und sag das einfach nur so, weil ich so geschäftstüchtig bin. Nein, ganz sicher nicht, es ist wirklich so und ich habe das immer und immer und immer wieder über die ganzen Jahre erlebt, wenn alles vorher nichts brachte, dann gelang es, die Entzündung mit meiner Therapie zu stoppen. Die genauen Zusammenhänge und Erklärungen hierfür werden wir wohl alle nicht wissen, aber alle Pferde reagierten auf die naturheilkundliche Therapie sehr schnell und die Therapieerfolge bei Hufrehe sind durchweg sehr positiv.

Das hat mich absolut überzeugt, dass meine Therapieform die Richtige ist. Hierfür trete ich auch gerne den Beweis an, es gibt genug erfolgreiche „Vorzeigetherapien“!

Meine Behandlung bei Hufrehe

Wichtig ist mir, die Hufrehe an den Ursachen anzupacken und ganzheitlich zu behandeln. Alles andere zeigt langfristig wenig Erfolg, weil eine Unterdrückung von Schmerz keine Heilung ist und weil ein orthopädischer Hufbeschlag – wenn überhaupt – nur eine sehr kurzfristige Lösung ist und das Problem Hufrehe nicht „an der Wurzel“ anpackt, es also früher oder später zum erneuten Hufreheschub oder zu anderen Erkrankungen des Bewegungsapparates – verursacht durch den Hufbeschlag – kommen kann. Meine Behandlung der Hufrehe ist grundsätzlich frei von jedweden schädlichen Nebenwirkungen und konzentriert sich neben den Erstmaßnahmen wie Entzündungshemmung, Durchblutungsförderung und der Ausleitung von Entzündungsprodukten durch Unterstützung der Entgiftungsorgane Leber und Nieren und der Blutverflüssigung auf die Ursachen der Hufrehe. Denn nur wenn die Ursachen langfristig beseitigt werden kann unser Pferd auch dauerhaft ohne jedwede Hufreheschübe leben.
Zur Ursachenforschung und Ausarbeitung eines individuellen und Ursachen bezogenen Therapievorschlages nutze ich die Biofeld-Haaranalyse, die unabhängig vom Wohnort überregional von mir durchgeführt wird. Meine Therapie ist grundsätzlich eine homöopathische Behandlung der Hufrehe, die der Pferdebesitzer 1 – 2 x täglich verabreicht. Je nach ermittelter Ursache der Hufrehe erfolgen dann weitere Maßnahmen zur Regulation, wie beispielsweise eine Optimierung der Hufsituation oder die Therapie weiterer Krankheiten, die in Verbindung mit der Hufrehe stehen oder sogar Hufrehe Auslöser sind.
Parallel zur Therapie empfehle ich die Fütterung von Nehls Rehe-Ex und Nehls Hufelexier. Besteht die Hufrehe länger als 4 Wochen oder ist sie besonders massiv, empfehle ich zusätzlich Lauf-Fit und Muskel-Stark in der Fütterung einzusetzen. Als Krippenfutter sind Nehls Pferdefutter Rehe, Nehls Pony Futter, Nehls Horsewellness-Cobs oder eines meiner Getreide freien Pferde- bzw. Kräutermüslis bei Hufrehe gut geeignet, da der verringerte Nährstoffbedarf aufgrund der Hufrehe berücksichtigt wird und sämtliche meiner Pferdefuttersorten rein natürlich sind und ohne jedwede Zusatzstoffe von Hand, also handverlesen, hergestellt werden.
Allgemein hat sich Nehls Vet Komplex Nr. 2, Nr. 4, Nr. 5 und ggf. Nr. 7 bei Hufrehe sehr gut bewährt. Meine homöopathischen Tierarzneimittel entsprechen der Komplementärhomöopathie und sind bewährte Komplexmittel bei Hufrehe.

 

An diese Stelle gehört jetzt aber wirklich noch ein wichtiger Hinweis: Wie bei allen Therapieformen, vielleicht sogar noch ein bißchen mehr, ist enorm wichtig, dass die Homöopathie und Phytotherapie bei Hufrehe in Menschenhand liegt, die sich sowohl mit der Krankheit Hufrehe wie aber auch mit dem Einsatz dieser Therapieformen bei Pferden auskennt. Es sind – ich muss auch das einmal laut sagen, sorry – wirklich viele viele Scharlatane unterwegs, die ebenso viel über die Hufrehe, über die Homöopathie oder über Kräuter wissen, wie jeder Pferdehalter auch und das ist echt zu wenig! Es reicht keineswegs zur erfolgreichen Therapie aus, Dinge, die man so liest in Internetzeiten einfach nachzuplappern, man muss wirklich wissen, was man tut, das ist verdammt wichtig! Ich sag das, weil es so ist und es ist so, weil ich auch diese vielen Pseudotherapien häufig erlebe. Wie gesagt, ich bin ja immer der letzte Strohhalm und auch die Tierheilpraktikerin vor Ort war natürlich vor mir schon häufig „am Pferd“. Es reicht verdammt noch mal nicht aus, dem Rehepferd 5 Kügelchen zu geben! Zu einer effizienten naturheilkundlichen Therapie gehört eine ganze Menge mehr, nämlich umfassend und überlegt sowie aber auch individuell zu therapieren. Es macht einen sehr großen Unterschied wen ich da mit was behandele, Hufrehe hat so viele Facetten wie kaum eine andere Krankheit. Hier muss verantwortungsbewusst und nicht fahrlässig therapiert werden. Verantwortungsbewusst heißt auch umfassend, hier reichen wirklich nicht wenige Kügelchen, so klappt das nämlich nicht! Ich kann der Hufrehe auch nicht mit einem „Konstitutionsmittel“ kommen, dies „repariert“ diese Entzündung nicht!

Und dann auch noch ein Wort zu den Kosten, weil ich immer und immer wieder danach gefragt werde. Eine naturheilkundliche Hufrehe Therapie kann durchaus auch einmal einige hundert Euro kosten, denn es muss ja in der Regel auch viele Monate therapiert werden, damit nicht nur der akute Schub ausheilt, sondern auch eine wirkliche Stabilisierung der Situation durch Beseitigung der Ursache/n eintritt und somit keine Gefahr eines erneuten Hufreheschubes mehr besteht. Und es wird auch nicht billiger, wenn Ihr bereits einige tausend Euro bezahlt habt, weil Euer Pferd beispielsweise längere Zeit oder auch öfter in der Klinik war oder aus anderen Gründen. Man kann nicht mit einem bereits austherapierten Pferd erwarten, dass die Therapie mit zunehmender Zeit günstiger wird, denn es wird ja mit zunehmender Zeit nicht einfacher, sondern immer schwieriger, das Pferd wieder auf gesunde Füße zu stellen! Aber es ist kein Vermögen, diese einige hundert Euro verteilen sich ja auch auf viele Wochen oder Monate, die Therapie sollte für jeden, der es sich leisten kann, ein Pferd zu unterhalten, auch im Budget vorhanden sein. Es kommt natürlich bei den Kosten auch immer ganz individuell auf den Einzelfall an, manchmal entstehen somit auch nur sehr geringe Kosten, weil die Ursache sehr schnell beseitigt ist und keine weitere Therapie mehr erfolgen muss. Man kann das vorher nie genau sagen, vorab muss ich mir erst einmal ein eigenes Bild machen können.

Eines weiß ich jedoch sicher: Die Therapie lohnt sich!

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