Hufrehe Spezielles

Ist unsere Theorie zur Hufrehe wissenschaftlich bewiesen? Nein!

Aber die Deines Tierarztes oder Hufschmiedes genauso wenig!

Hufrehe

Hufrehe = Todesursache Nr. 2 in Deutschland! Wie kann das sein?????

Viele Tierärzte, Hufschmiede, Huforthopäden und Hufpfleger behaupten doch mit unverminderter Arroganz, sie wüssten genau, was zu tun ist, wenn die Hufrehe zuschlägt!

Wenn man nun etwas anders macht bzw. sieht,  als die staatlich (aus) Gebildeten oder einfach nur „die Anderen“, bekommt man gleich zu hören, das ist wissenschaftlich nicht bewiesen! ACH!!!!! Sag bloß!

Wie viele Menschen wissen eigentlich, dass die Schulmedizin an sich KEINE Naturwissenschaft ist?

In der Brockhaus Enzyklopädie kann ein jeder folgende Definition für „Wissenschaft“ nachlesen:
„[…] Weitere Schritte sind die Bildung von Hypothesen und Theorien. Sie müssen sich am Material bestätigen (Verifikation) oder bei Widerlegung (Falsifikation) durch neue ersetzt werden […]“

Man sollte meinen, dass etliche Todesfälle durch Hufrehe jedes Jahr allein in Deutschland eine Falsifikation der gängigen Hufrehe Theorie rechtfertigen würden und somit neue (andere) Theorien willkommen wären, aber nein!

Kurzum, deinem Hufrehe Pferd wird der praktische Beweis wichtiger sein als der wissenschaftliche. Wie wohl inzwischen jeder weiß, war die Erde auch schon eine Kugel BEVOR die Wissenschaft in der Lage war, dies zu erkennen!

Der momentane Trend, die Pferde, die durch die Raster der unterschiedlichen und teils gegensätzlichen Theorien fallen, grundsätzlich als fütterungsbedingte Probleme abzuschreiben, nimmt inzwischen bedrohliche Ausmaße an. Wenn Hufschmied oder Hufbearbeiter nicht wissen, warum der Huf nicht so reagiert, wie er das laut der jeweiligen Theorie soll, dienen falsche Fütterung, zu guter Futterzustand und EMS bzw. ECS als schlüssige Begründung. Somit liegt der Grund weder für den akuten Hufreheschub noch für die Verschlechterung der Situation des Pferdes mit Hufrehe jedenfalls nicht in der Hufbearbeitung selbst: und hier soll erst mal einer beweisen, dass die Fütterung nicht verkehrt war!

Von den Tierärzten bekommen sie meist natürlich Rückenwind, denn an die Hufe denkt ein Tierarzt in der Regel gar nicht, wie auch, das ist ja sozusagen nicht seine Abteilung, viele Tierärzte widmen den Hufen eines (Rehe) Pferdes nicht einmal einen Blick (bei Gelenkproblemen übrigens auch nicht).

Warum aber fallen so viele Pferde durch das Raster der unterschiedlichen Theorien bzw. warum kann ein und derselbe Hufschmied oder Hufbearbeiter das eine Pferd wieder gesund bekommen, das andere aber nicht?

Es liegt ganz einfach an den Ausgangsvoraussetzungen der Hufe, daher auch die Schwierigkeit mit der Reproduzierbarkeit der Ergebnisse im Hinblick auf Hufrehe (eine weitere Anforderung in einer Naturwissenschaft übrigens).

„Jeder Huf ist komplett einzigartig und was für Huf A gilt, muss für Huf B noch lange nicht gelten (auch an ein und demselben Pferd).“

Jede Theorie hat aber eine bestimmte Denkweise: Damit diese zum Erfolg führt, muss der Huf bestimmte Voraussetzungen erfüllen,  der eine Huf hat sie, er wird mit dieser Theorie wieder gesund, der nächste Huf hat sie nicht, er wird mit dieser Theorie nicht gesund, egal, wie konsequent die Fütterung oder besser gesagt der Futterentzug durchgezogen wird!

„Das große Dilemma ist, dass wenige wissen, was die Voraussetzungen sind und wie man sie erkennt!“

Der Tierarzt schaut auf ein in seinen Augen zu dickes Pferd und begründet die Hufrehe gleich mit EMS, bestenfalls damit, dass das Pferd dringendst abnehmen muss und auf strikte Diät gesetzt werden muss. Sein Blick hat die – bisherige – Hufbearbeitung, also die derzeitige Hufsituation, in der Regel überhaupt nicht „auf dem Schirm“ und widmet ihr somit auch keineswegs einen ernsthaften Blick. Nichts desto trotz verordnet er jedoch meist generell ein und denselben orthopädischen Hufbeschlag für jedes Pferd und für jeden Pferdehuf, gleich, wie die aktuelle Hufsituation sich darstellt. Die Begründung für gerade diesen orthopädischen Hufbeschlag ist, dass dieser einer weiteren Hufbeinrotation und Hufbeinsenkung entgegen wirkt. Werden Hufbeinrotation und/oder Hufbeinsenkung in Folge des orthopädischen Hufbeschlags jedoch schlimmer, wird eben nicht dieser Hufbeschlag dafür verantwortlich gemacht, sondern das Pferd selbst! Dann hat es entweder Cushing, EMS, ist zu dick oder eben falsch gefüttert, allerletzte Begründung wäre dann noch, zu viel oder zu wenig Bewegung (wie es gerade passt…). Genau hier sehe ich das Dilemma: Naheliegend wäre doch, gerade diesen Hufbeschlag verantwortlich zu machen, gerade aus diesem Fall gelernt zu haben, dass dieser Hufbeschlag eben nicht immer richtig und gut ist, sondern auch kontraproduktiv sein kann (alles spricht in diesem Falle ja dafür..). Aber nein: Dieser Gedanke ist in der Regel leider überhaupt nicht vorhanden!

Hufschmied und Hufpfleger halten starr an ihren eigenen Theorien fest und denken in schwarz-weiß Mustern, statt auch einmal die Grautöne zu beachten oder üben gedankenlos die Anweisungen des behandelnden Tierarztes aus, der nach Schema F den immer gleichen Rehebeschlag empfiehlt.

Hufrehe

„Beispiel: 2 Pferde mit Hufrehe bei reiner Betrachtung der äußeren Hufkapsel (was fast immer der Fall ist), beide Pferde haben viel zu lange Zehen, beide Pferde augenscheinlich zu hohe Trachten:

Pferd 1: hat eine viel zu hohe Tracht, ansonsten aber einen relativ gesunden hinteren Bereich des Hufes, die stoß dämpfenden Strukturen sind gut entwickelt, die Zehe wird gekürzt, die Tracht wird runter genommen, das Pferd fühlt sich damit wohl, kann auf der Tracht landen, die Zehe ist kürzer, es kann wieder abrollen, sich wieder mehr bewegen, der Huf läuft sich wieder gesund. Super, die Theorie, die besagt, bei einem Rehepferd muss die Tracht runter hat sich bestätigt, wunderbar, so werden also alle Hufrehe Hufe in Zukunft bearbeitet!

Pferd 2: nun bekommt der gleiche Bearbeiter aber einen Huf, der zwar genau wie der von Pferd 1 auch eine zu lange Zehe und eine augenscheinlich zu hohe Tracht hat, der Bearbeiter sieht aber nicht, dass der hintere Bereich des Hufes sehr schwach und verkümmert ist, denn von den inneren, stoß dämpfenden Strukturen hat der Bearbeiter noch nicht viel gehört, seine Theorie spricht nur von Trachtenlänge und Winkeln. Also kürzt er wieder die Zehe und nimmt freudig die Trachten runter und ….. Mist: im Gegensatz zu Pferd 1, was für den Bearbeiter ja genauso aussah, läuft Pferd 2 nicht besser, ganz im Gegenteil, Pferd 2 läuft immer schlechter, die Hufrehe wird immer schlimmer. Die Zehe will auch nicht wieder richtig runter wachsen und nachdem man also ein paar Monate oder wie lange auch immer, den Huf immer weiter nach dem Konzept bearbeitet hat, gibt der Bearbeiter auf und behauptet, da stimmt was mit der Fütterung nicht, das Pferd hat EMS oder was auch immer.

Wenn das Pferd Glück hat, kommt es zu einem anderen Bearbeiter mit einer anderen Theorie, nämlich der, dass die Trachten bei einem Rehepferd hoch müssen, er lässt die Tracht in Ruhe, diese wird unempfindlicher, das Pferd fängt langsam wieder an, sie zu benutzen, die inneren Strukturen heilen, werden besser ausgebildet, sprich, das Pferd fängt auch an, wieder richtig zu laufen und der Huf läuft sich auch gesund, ohne, dass an der Fütterung oder Haltung oder was auch immer irgendwas geändert wurde.

Hat das Pferd aber Pech glaubt der Besitzer dem ersten Bearbeiter, dass da dann wohl nichts mehr zu machen sei und das Pferd wird getötet!

Der zweite Bearbeiter weiß auch nicht wirklich was über innere Strukturen, sein Konzept hat nur eben die entgegengesetzte Theorie, was die Höhe der Trachten anbelangt, nur bestätigt sich für ihn nun also durch Pferd 2 auch, was seine Theorie besagt und somit ist er also genau wie Bearbeiter 1 der Meinung, dass er Recht hat. Aufgrund von Pferd 1 ist Bearbeiter Nr. 1 aber auch überzeugt, er hat Recht, insbesondere, wenn er Pferd 1 vielleicht sogar von Bearbeiter 2 übernommen hat, das nämlich bei diesem auch nicht so toll gelaufen wäre….

Da beide Bearbeiter den Unterschied zwischen den beiden Pferden nicht erkennen, bleiben beide bei ihrer Meinung und der schönste „Krieg“ zwischen den Bearbeitungstheorien bei Hufrehe entsteht!

Dabei auf der Strecke bleiben die Pferde!“

Unser Gedanke einer guten Hufbearbeitung ist ein anderer: Keine festgefahrenen Theorien, kein Schema F, sondern individuell nach der bestehenden Gesamthufsituation. Nach Beurteilung der Hufsituation und der individuellen Hufstrukturen muss ein Huf bearbeitet werden, es gibt weder die Theorie, dass die Trachten grundsätzlich hoch gestellt oder weggenommen werden müssen, noch andere festgefahrene Theorien. Der Huf ist eben so wenig ein totes Organ, wie er immer und generell gleich bearbeitet werden kann, jeder Huf ist einzigartig! Eine korrekte Hufbearbeitung muss daher auch individuell auf den vorhandenen Huf mittels ganzheitlicher Betrachtung sämtlicher Faktoren abgestimmt werden, denn nur so sind wir Menschen in der Lage, einen Huf korrekt und hilfreich für das von Hufrehe betroffene Pferd (aber auch für jedes andere Pferd…) zu bearbeiten. Eine gute Hufbearbeitung bei Hufrehe (und natürlich auch generell…) darf sich nicht auf eine bestimmte Theorie beziehen, sondern muss individuell nach der bestehenden Situation des einzelnen Pferdes erfolgen, nur dann sind wir Menschen in der Lage, das wirklich Bestmögliche zu erreichen!

Und genau weil diese Individualität grundsätzlich nicht gesehen wird, ist die gängige Praxis so, wie oben beschrieben, nämlich, dass die gleichen Theorien und Maßnahmen bei einem Pferd hilfreich sind, das andere Pferd mit Hufrehe jedoch dazu bringen, überhaupt nicht mehr zu laufen. So sind diese Theorien unserer Meinung nach immer ein waghalsiges Experiment, da jedes Pferd (und jede Hufsituation…) anders ist und daher auch ganz anders auf die jeweiligen Theorien und Maßnahmen reagiert! Bezieht der Hufbearbeiter nicht alle Huffaktoren mit ein, so ist das Ergebnis nach der Hufkorrektur/nach dem orthopädischen Hufbeschlag mehr als ungewiss und kann verheerend sein!

„Das allergrößte Dilemma aber ist, dass überhaupt erst niemand die Ursache einer Hufrehe in der „Hufzubereitung“ sucht und gleich welche Theorie sich grundsätzlich nur darauf erstreckt, den akuten Hufreheschub nach seinem eigenen Schema F zu „behandeln“, um einer weiteren Hufbeinrotation bzw. Hufbeinsenkung entgegen zu wirken, was natürlich nur gelingen kann, wenn die Theorie auch in der Praxis besteht. Ansonsten ist das Gegenteil der Fall und Hufbeinrotation und Hufbeinsenkung werden gefördert.“

„Würde indes eine Ursache für die akute Hufrehe (auch..) in einer unkorrekten Hufbearbeitung/Beschlag erkannt werden, würde den lokalen Hufbearbeitungsmaßnahmen bei Hufrehe ganz von selbst die Bedeutung zukommen, die sie verdient: nämlich eine TRAGENDE und keine BEILÄUFIGE!“

Shetty Mia – klein aber oho!

Über Shetty Mia erreichte uns ein wunderbarer Bericht, denn die kleine Fellnase hatte schon früh Ihren ersten Hufreheschub und hatte sehr zu kämpfen. Als die Ursache für Ihren Schub zum Vorschein kam, war die Besitzerin Ruth hin und weg und konnte es nicht glauben. Aber seht selbst:

Liebe Frau Nehls, nach langer Zeit möchte ich Ihnen nochmal schreiben. Vielleicht erinnern Sie sich noch an meine Shettystute Mia, die 2-jährig im Mai Hufrehe bekam. Ich hatte dann sofort Kontakt mit Ihnen aufgenommen, Ihre empfohlenen Produkte bestellt und nach Anleitung gegeben und es wurde und wurde erstmal nicht besser. Ich habe eine Haaranalyse für Pferde bei Hufrehe von Ihnen durchführen lassen, die sehr interessante Erkenntnisse brachte und dann die Hufrehe Kräuter und Hufrehe Homöopathie weiter nach Ihrer Anleitung gegeben.
Dann haben Sie mir den Tipp mit Herrn Escher gegeben, da ich mir letztendlich nur vorstellen konnte, dass es an der Hufbearbeitung liegen musste. Aber der wohnt leider zu weit weg, so dass ich doch bei meinem Hufpfleger geblieben bin.
5 Monate lang bin ich echt fast verzweifelt, Mia lag nie mehr als vorher, gab auch immer die Hufe, aber sie lief einfach schlecht und war nicht mehr das muntere Shetty wie vorher.
Und dann habe ich sie eines Tages mit Ihrer Mutter beobachtet und es fiel mir wie Schuppen von den Augen. Mia saugte „heimlich“ immer noch bei ihrer Mutter. Jeder hat mir gesagt, die Stute setzt das Fohlen selbst ab, viele Shettybesitzer lassen ihre Fohlen bei der Stute.
Hätte ich darauf mal nicht gehört. Nach Rücksprache mit einem Tierarzt, der mir bestätigte, dass die Hufrehe natürlich von der Stutenmilch kommen kann, habe ich die beiden sofort so getrennt. So, dass sie zwar noch noch nebeneinanderstehen, aber Mia eben nicht mehr saugen kann. 3 Wochen tat sich nichts, nach 3 1/2 Wochen lief sie plötzlich wieder. Dann stand die jährliche Wurmkur an, erst eine Probe untersuchen lassen, leichter Befall mit Spülwürmern, also mit Bauchschmerzen entwurmt. Kein Problem, Mia läuft weiter.
Sie geht jetzt mit einem Greenguard auf die Weide. Ich habe mich lange gegen so eine Fressbremse gewehrt, aber es klappt hervorragend. Vom ersten Moment an, hatte Mia den Bogen heraus und streckt mir morgens schon den Kopf entgegen. Abgenommen hat sie auch, was eigentlich nicht nötig war, weiter darf das jetzt auch nicht gehen, aber ich traue mich noch nicht, sie ohne Fressbremse herauszustellen.
Mia läuft nun seit 4 Wochen wieder gut, zeigt keinen Wendeschmerz mehr und kommt mir abends schon entgegengelaufen. Morgen kommt der Hufpfleger und ich bin sehr gespannt was er sagt.
Bei unseren Spaziergängen kann ich sie kaum noch bremsen, so bockt sie herum. Interessanterweise hat sie in der Wiese den schnellen Trab für sich entdeckt, sie galoppiert selten. Ob das noch kommt? Der Trab ist doch eigentlich viel anstrengender.

Klar ist natürlich, dass die beiden Shettys neben unserem eigenen Heu weiter ihre Produkte bekommen wie das Pony-Futter, das Vitamin-Power und meiner Hannoveraner Dressurstute gebe ich nun das Wintermüsli, sowie Abwehr-Stark. Da hat man ein gutes Gefühl.
Ich möchte mich für Ihre Hilfe in den Monaten bedanken. Sie und Ihr Team waren wirklich immer ansprechbar. Das tut schon gut.
Deswegen möchte ich auch, dass Sie wissen, was aus Mia geworden ist.
Sie sind natürlich weiterhin erste Ansprechpartnerin, wenn Probleme mit einem meiner Pferde auftreten.
Manchmal muss man sich doch viele Gedanken machen und ich möchte die letzten Monate nicht nochmal erleben. Es geht doch nichts über ein fittes Pferd, was einem schon entgegen wiehert und endlich wieder frech und munter ist.
Liebe Grüße, Ruth

Update:
Der Hufpfleger war gestern da und er war völlig begeistert von Mia´s Entwicklung. Sie kam ihm schon entgegengelaufen (Mia findet ihn total klasse, dann ist endlich was los auf dem Hof). Der Hufpfleger meint, da hätten wir ja schon unser Weihnachtswunder ;-). Aber so einen Fall und so eine Ursache wie bei Mia hat er auch in all den Jahren nicht gehabt. Nach der Hufbearbeitung läuft sie noch besser und galoppiert nun auch.
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
Ruth

Hufrehe